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Ratgeber · Fassade

Holzfassade: Holzarten, Aufbau und Kosten

Eine Holzfassade schützt ein Haus viele Jahrzehnte vor Wind und Wetter – wenn sie richtig gebaut ist: hinterlüftet, mit Abstand zum Boden und aus dem passenden Holz. Ob Lärche, Douglasie oder gestrichene Fichte: Über die Lebensdauer entscheidet vor allem die Konstruktion.

  • Lesezeit ca. 6 Minuten
  • Fachlich geprüft: Name folgt – nach Prüfung durch Lepski
  • Stand: September 2026 (Entwurf)

Entwurf – fachliche Prüfung durch Lepski ausstehend.

Bitte besonders prüfen: Holzarten und ihre Eigenschaften, den Fassadenaufbau und die Beispiele aus unseren Projekten. Die Beschreibung verspricht eine Angabe „pro m²“ – dafür fehlt noch der Preisrahmen.

Giebel eines Einfamilienhauses in Moritzburg mit rotbrauner, waagerechter Holzschalung, daneben ein dunkel verputzter Baukörper

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Holzfassade wird hinterlüftet gebaut: Hinter der Schalung strömt Luft, damit das Holz nach Regen schnell trocknet.
  • Lärche und Douglasie halten auch ohne Anstrich, wenn Kernholz verbaut wird. Fichte wird meist gestrichen.
  • Jede unbehandelte Holzfassade wird mit der Zeit grau. Wer das nicht will, streicht, lasiert oder wählt vorvergrautes Holz.
  • Die Kosten hängen von Holzart, Profil, Oberfläche, Unterkonstruktion und Dämmung ab.

Wie ist eine Holzfassade aufgebaut?

Eine Holzfassade ist eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade. Von innen nach außen:

  1. Die Wand: ein Holzrahmen, Mauerwerk oder Beton.
  2. Die Dämmung: beim Holzrahmenbau meist in der Wand, bei einer gemauerten Wand außen zwischen einer Unterkonstruktion.
  3. Die winddichte Schicht: eine Holzfaserplatte oder eine Fassadenbahn, die Wasser ableitet und Feuchte aus der Wand hinauslässt. Bei offenen Schalungen mit Fugen muss sie UV-beständig sein.
  4. Die Lattung: Sie trägt die Schalung und bildet den Luftraum für die Hinterlüftung. Unten strömt Luft ein, oben wieder aus; ein Gitter hält Insekten fern.
  5. Die Schalung: Bretter oder Profile, befestigt mit nichtrostenden Schrauben oder Nägeln.

Dazu kommt der konstruktive Holzschutz: ein Dachüberstand, genug Abstand zwischen Schalung und Boden, damit kein Spritzwasser ankommt, und Brettenden, an denen Wasser abtropfen kann. Diese Details entscheiden über die Lebensdauer mehr als jede Holzart.

Fassaden bauen wir als Teil unserer Arbeit an Dach und Gebäudehülle – mehr dazu auf unserer Seite Fassade sanieren und Haus dämmen. Weil bei uns Zimmerer, Dachdecker und Dachklempner arbeiten, planen wir Dachanschluss, Verblechung und Fassade zusammen.

Haus mit Holzfassade verkleiden: Neubau und Altbau

Im Neubau gehört die Fassade zum Wandaufbau. Bei einem Holzrahmenhaus liegt die Dämmung in der Wand; außen folgen Holzfaserplatte, Lattung und Schalung. Wie eine solche Wand aufgebaut ist, erklären wir im Artikel Holzständer, Holzrahmen, Holztafel.

Auch ein bestehendes Haus lässt sich mit Holz verkleiden. Auf die Außenwand kommt eine Unterkonstruktion mit Dämmung, darüber Hinterlüftung und Schalung. Vorher prüfen wir mit Ihnen den Untergrund, die Anschlüsse an Fenstern und Türen und den Dachüberstand, der durch die dickere Wand knapp werden kann.

Die Alternative im Altbau ist eine Putzfassade auf Wärmedämmung. So haben wir es beim Einfamilienhaus an der Wilhelm-Franke-Straße in Dresden gemacht: Wärmedämmverbundsystem mit Holzfaserdämmung von Steico, Bauzeit 1,5 Monate.

Holzfassade mit Dämmung: Was zählt?

Für den Wärmeschutz zählt, was hinter der Hinterlüftung liegt – die Schalung selbst ist der Wetterschutz. Holzfaserdämmung passt gut dazu: Sie lässt Feuchte nach außen durch und bremst im Sommer die Hitze. Wer die Fassade eines bestehenden Hauses erneuert, muss je nach Umfang die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes an den Wärmeschutz einhalten. Was bei Ihrem Haus gilt, klären wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Energieberater.

Hinweis zur Förderung – Inhalt wird mit Lepski abgestimmt

Welche Holzarten eignen sich für eine Holzfassade?

Für Fassaden eignen sich vor allem Nadelhölzer. Wichtig ist, ob das Holz ohne Anstrich witterungsbeständig ist. Das hängt von der Holzart ab und davon, ob Kernholz oder Splintholz verbaut wird: Der Splint, der äußere Teil des Stamms, ist auch bei Lärche und Douglasie wenig dauerhaft.

Vereinfachter Überblick. Welche Holzart zu Ihrem Haus passt, besprechen wir im Gespräch.
HolzartEigenschaftenOberfläche
Lärcheharzreich, im Kernholz ohne Anstrich witterungsbeständig; rötlich, wird graunatur, vorvergraut oder lasiert
Douglasieähnlich wie Lärche; rötlich-braun, wird graunatur, vorvergraut oder lasiert
Fichte, Tanneleicht zu bearbeiten, ohne Schutz weniger dauerhaftmeist deckend gestrichen oder lasiert
Thermoholzdurch Hitze behandelt, zum Beispiel Kiefer oder Esche; dauerhafter und formstabilernatur oder geölt
Eichesehr dauerhaft und schwer; die Gerbsäure kann Verfärbungen verursachennatur, nur mit Edelstahl befestigen

Holzarten, die wir für Fassaden bevorzugt verarbeiten – Angabe von Lepski

Welche Holzfassade hält am längsten?

Die, die am besten gebaut ist. Eine hinterlüftete Fassade aus dem Kernholz von Lärche, Douglasie oder Eiche hält mit Dachüberstand, Abstand zum Boden und nichtrostender Befestigung auch ohne Anstrich sehr lange. Eine gestrichene Fichtenfassade kann ebenso lange halten, wenn der Anstrich regelmäßig erneuert wird.

Schalung und Gestaltung

Senkrechte Schalungen, etwa als Boden-Deckel-Schalung, leiten Regen gut ab, weil das Wasser in Faserrichtung abläuft. Waagerechte Schalungen wie die Stülpschalung brauchen Profile, an denen das Wasser abtropft. Offene Schalungen aus Leisten mit Fugen wirken leicht und modern; hinter ihnen muss die Wand besonders gut geschützt sein.

Holz muss nicht die ganze Fassade bedecken. Bei unserem Musterhaus „Felix“ ist das Obergeschoss mit Holz verschalt, das Erdgeschoss verputzt – zwei Fassadenarten an einem Haus. Die Ferienhäuser auf Usedom, die wir in Holzrahmenbauweise gebaut haben, tragen eine senkrechte Holzschalung.

Musterhaus „Felix“: Obergeschoss mit waagerechter Holzschalung, Erdgeschoss weiß verputzt
Musterhaus „Felix“, Dresden: oben Holz, unten Putz.
Zwei Ferienhäuser mit senkrechter Holzschalung und Satteldach auf einer Wiese mit Bäumen
Ferienhäuser auf Usedom: senkrechte Holzschalung.

Wie weit man mit Holz an der Fassade gehen kann, zeigt unser eigenes Firmengebäude in Reick. Die geschwungene 3D-Fassade des aufgestockten Geschosses haben wir 2022 selbst entwickelt und hergestellt.

Firmengebäude der Firmengruppe Lepski in Dresden-Reick: aufgestocktes Obergeschoss mit dunkler, dreidimensional gewellter Holzfassade
Unser Firmengebäude in Dresden-Reick: 3D-Fassade aus Holz im aufgestockten Geschoss, 2022.
Video abspielen: Die Holzfassade als Blickfang

Beim Abspielen wird eine Verbindung zu YouTube (Google) hergestellt. Datenschutz

Video auf unserem YouTube-Kanal: „Die Holzfassade als Blickfang – wenn Handwerk und Kunst verschmelzen“. Kurzbeschreibung folgt nach Sichtung des Videos Vorschaubild zeigt das Einfamilienhaus in Moritzburg, nicht aus dem Video – nach Sichtung ersetzen

Welche Holzfassade vergraut nicht?

Keine, solange sie unbehandelt bleibt. Sonnenlicht zersetzt an der Oberfläche einen Bestandteil des Holzes, das Lignin, und Regen wäscht ihn aus. Zurück bleibt eine silbergraue Schicht. Sie schadet dem Holz nicht, fällt aber ungleichmäßig aus: Unter dem Dachüberstand bleibt das Holz länger hell als an der Wetterseite.

Wer die Farbe des Holzes behalten will, hat drei Wege:

  • Deckend streichen: Die Farbe schützt vor Sonnenlicht und lässt jeden Farbton zu. Der Anstrich muss in Abständen erneuert werden.
  • Lasieren: Pigmente bremsen das Vergrauen, die Maserung bleibt sichtbar. Auch eine Lasur braucht Pflege.
  • Vorvergraut: Das Holz kommt bereits grau behandelt auf die Baustelle. Die Fassade sieht von Anfang an gleichmäßig aus und vergraut danach natürlich weiter.

Holzfassade streichen oder natur lassen?

Das entscheiden Aussehen und Pflegeaufwand. Unbehandeltes Holz braucht keinen Anstrich, wird aber grau. Ein Anstrich hält auf sägerauem Holz länger als auf gehobeltem, weil er sich besser verankert. Planen Sie die Pflege von Anfang an ein: Die Wetterseite braucht früher einen neuen Anstrich als die geschützte Seite. Auf Wunsch schließen Sie mit uns einen Wartungsvertrag ab. Gehört die Pflege der Holzfassade (Anstrich) dazu? – Angabe Lepski

Wie lange hält eine Holzfassade?

Richtig gebaut viele Jahrzehnte. Wie lange genau, hängt weniger von der Holzart ab als von der Konstruktion: Hinterlüftung, Dachüberstand, Abstand zum Boden und geschützte Brettenden. Eine gestrichene Fassade hält so lange, wie der Anstrich gepflegt wird. Und wird ein Brett beschädigt, lässt es sich einzeln austauschen.

Wie viel kostet eine Holzfassade?

Das hängt vor allem von fünf Dingen ab: der Holzart, dem Profil und der Schalungsart, der Oberfläche, der Unterkonstruktion mit Dämmung und dem Aufwand am Haus – Gerüst, Fenster, Ecken und Anschlüsse. Im Altbau kommt dazu, was vorher abgebaut oder ausgebessert werden muss.

Was kostet 1 qm Holzfassade?

Ein Preis je Quadratmeter ist nur ein grober Anhaltspunkt. Gerüst, Fensteranschlüsse und Ecken machen gerade bei kleinen Flächen einen großen Teil der Kosten aus. Für eine belastbare Zahl müssen wir Ihr Haus kennen – für eine erste Einschätzung reicht oft ein Foto.

Foto

Fachlich geprüft von Name folgt – nach Prüfung durch Lepski

Holzbau Lepski GmbH, Dresden-Reick

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